Die Katholiken von Lehrensteinsfeld wurden bis 31.03.1967 von Affaltrach seelsorgerisch betreut. Ab 01.04.1967 wurde Lehrensteinsfeld nach Wimmental „umgepfarrt“. Im Gegenzug wurde die Betreuung der Katholiken von Sülzbach durch Wimmental auf Affaltrach verlegt.

06.06.1950
Am 02.06.1950 stellt die Kath. Kirchengemeinde St. Johann Baptist Affaltrach beim Bischöflichen Ordinariat einen Antrag zum Erwerb von zwei Wohnbaracken von der Stadtgemeinde Neckarsulm zum Preis von je 1.500,00 DM. Die Wohnbaracken haben eine Größe von 20 x 8 m und sollen zu Gottesdiensträumen umgebaut werden. Eine Baracke ist für Lehrensteinsfeld bestimmt und eine für Neuhütten.

In Lehrensteinsfeld wurde vorgesehen, einen Teil der Baracke einer Familie zu überlassen, die gegen freie Wohnung den Mesnerdienst und die Custodie über die Kapelle und evtl. den Tabernakel übernehmen müsste. Die verbleibende Größe des Gottesdienstraumes wäre 13 x 8 m. Dies wurde durch Carl Joseph Leiprecht genehmigt.

Familie Karl Kühner aus Heilbronn war durch den zweiten Weltkrieg total bombengeschädigt. Frau Kühner mit ihren 4 Kindern (Vater wurde vermisst) waren die ersten, die in die Mesnerwohnung der Notkapelle in Lehrensteinsfeld einzogen.

09.06.1951
Pfarrer Staudacher erwirbt von Emil Hüttinger aus Lehrensteinsfeld einen Bauplatz zum Bau einer neuen Kirche.

09.08.1951
An zwei der nächsten Sonntagen können die Notkapellen ihrer Bestimmung übergeben werden. In Lehrensteinsfeld soll der frühere Kirchenpatron St. Laurentius wieder zu Ehren kommen und der tapferen und glaubenstreuen kath. Gemeinde als Vorbild der Kirchen – und Papsttreue dienen.

Seit der Zeit nach dem II. Weltkrieg siedelten sich immer mehr katholische Christen (Heimatvertriebene) in Lehrensteinsfeld an. Jetzt wohnen ca. 400 Katholiken am Ort. Über 30 Jahre wurde der Gottesdienst in einer Baracke gefeiert. Durch die Opferbereitschaft der Kirchengemeindemitglieder, durch Spende bei Bettelpredigten, durch die Unterstützung der Diözese Rottenburg-Stuttgart und durch die freiwillige Mithilfe vieler Gläubigen konnte nach langem Sparen und Vorbereiten am 16. Dezember 1979 endlich das neue Gotteshaus durch Weihbischof Anton Herre geweiht werden. Die Kosten beliefen sich auf 600 000 DM. Die Planung und Bauleitung der Kirche hatte Architekt Hugo Baum aus Wimmental. Pfarrer Josef Ziegler war bis 26. Mai1978 Pfarrer in der Gemeinde St. Oswald, Wimmental und somit maßgeblich für den Neubau der Kirche in Lehrensteinsfeld verantwortlich. Zur Zeit der Einweihung der Kirche war Pfarrer Ludwig Beitel (Pfarrer aus Weinsberg) Pfarrverweser und Pater Dr. Josef Klotzner Aushilfsseelsorger in Wimmental, Pater Gottfried Steiner Pensionär in Lehrensteinsfeld.

Baubeginn der neuen Kirche Ende Oktober 1978. Weihe am 16. Dezember 1979 durch Weihbischof Anton Herre.